Landesbetrieb Straßenwesen Brandenburg: Straßenmeisterei Ludwigsfelde

Pflege der Lärmschutzwand an der B 96

520 Kilometer von Zittau im Dreiländereck Deutschland-Polen-Tschechien über die deutsche Hauptstadt Berlin bis zum Osteseefährhafen Saßnitz verläuft die Fernverkehrsstraße B 96. Aufgrund dieser Bedeutung für den Transport von Im- und Exportgütern und des individuellen Reiseverkehrs ist sie stark vom Fernlastverkehr mit lautem Verkehrslärm belastet. Lärmschutzwände sollen die Anwohner vor diesem Lärm schützen.

Auf über sechs Kilometern Länge wurde die Pflege einer solchen Lärmschutzwand RUWE übertragen. So nützlich die Lärmschutzwände einerseits sind, so schränken sie sowohl für die Anwohner als auch die Reisenden die Sicht auf die Landschaft ein. Durch Bewuchs sollen sie sich möglichst wohlgefällig in die Landschaft einfügen, ohne ihre Funktion als Schallschutz einzubüßen.

Auf dem RUWE anvertrauten Abschnitt bei Schönefeld ist die Lärmschutzwand mit wildem Wein bewachsen. Ein Hotelbetreiber hat durchgesetzt, dass sie vor den Fenstern seiner Hotelzimmer durch einen ebenfalls bewachsenen Zaun ersetzt wird, um den Gästen den Blick in die Landschaft freizugeben. RUWE pflegt die Lärmschutzwand von beiden Seiten. Vor der Wand ist ein ein Meter breiter Rasenstreifen zu pflegen. Die Wände sind unterschiedlich hoch. Bisweilen erreichen sie sechs Meter. Der stark wuchernde Wein darf nicht überranken. Starke Triebe müssen reduziert werden. Der Weinknöterich muss zurückgeschnitten und abgestorbene Ranken müssen entfernt werden. Am Fuß der Wand sind die bepflanzten Flächen von Unkraut zu befreien und mit Mulch zu schützen. Viele der Pflanzen sind von der Straße aus nicht zu sehen, da sie rückseitig für die Anwohner die Wand schmücken. Die rückwärtigen Flächen sind dadurch häufig nur zu Fuß erreichbar. Während straßenseitig von Hebebühnen aus mit Heckenscheren und Teleskopheckenscheren gearbeitet werden kann, muss dies rückseitig häufig von Leitern aus erfolgen. Für den komplizierten Weinschnitt hat RUWE seine Mitarbeiter speziell geschult. Teilweise werden auch Schmuckmauern zum Lärmschutz eingesetzt. Das ist im von RUWE gepflegten Abschnitt eine bepflanzte Wand aus 880 aufgeschichteten Pflanzsteinen.

Aufgrund der regelmäßigen und qualitätsgerechten Pflege erfüllt die Lärmschutzwand an dieser Stelle ihre Aufgaben. Sie schützt die Anwohner vor Lärm und bietet vorder- wie rückseitig einen gefälligen Anblick. Die Mitarbeiter von RUWE wurden speziell auf die Pflege der unterschiedlichen Ausprägungen der Lärmschutzwände vorbereitet und dafür ausgerüstet.

RUWE Gudrun Tschäpe Vertriebsleiterin voice030 300908-0
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